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Wissenschaftliche Studien rund um Mönchspfeffer (Vitex Agnus Castus)

Hier finden Sie Studien zu folgenden Themen:

Der Mönchspfeffer ist seit Jahrtausenden als Heilpflanze bekannt. Einige seiner Wirkungen können heute wissenschaftlich erklärt werden: Agnus Castus beeinflusst den Hormonhaushalt bei Mensch und Tier. Es ist bekannt und bewiesen, dass er harmonisierend auf die Psyche wirkt und bei einer Reihe von Hautproblemen, Juckreiz und Hautausschlägen (Exanthemen) Hilfe bringt.

Neben zahlreichen Überlieferungen und Erfahrungsberichten älteren und neueren Datums dokumentieren inzwischen viele Studien erfolgreiche Behandlungen verschiedener Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen mit Mönchspfeffer.

Mönchspfeffer – vielfach verlässlich gegen PMS

PMS, das Prämenstruelle Syndrom, verursacht eine ganze Reihe von Befindlichkeitsstörungen, die die Lebensqualität der betroffenen Frauen Monat für Monat stark beeinträchtigen. Eine Reihe von Studien untersuchte in den letzten Jahrzehnten das Phänomen, befasste sich mit den Ursachen und prüfte Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern. Labortests und klinische Studien wurden unter anderem in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, China und Australien durchgeführt. Typische Beschwerden wie schmerzende, empfindlich spannenden Brust, Wasseransammlungen, innere Anspannung und Gereiztheit, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme und depressive Verstimmungen ließen sich mit Hilfe von Mönchspfeffer deutlich bessern. Alle Studien datieren zwischen 2019 und 2013, sind also höchst aktuell.

Im Mai 2013 veröffentlichte ein australisches Forscherteam die Gesamtauswertung bisher vorliegender Daten über den Einsatz von Mönchspfeffer bei PMS und Zyklus-Unregelmäßigkeiten. Auch hier waren die Ergebnisse, sehr positiv. Agnus Castus-Extrakt erwies sich obendrein als gut verträglich und frei von schwerwiegenden Nebenwirkungen.

Mit Mönchspfeffer nahezu beschwerdefrei durch die Wechseljahre

Die Wechseljahre verursachen durch die nachlassende Produktion der weiblichen Geschlechtshormone und die damit verbundenen „Verschiebungen“ im gesamten Organismus vielen Frauen Beschwerden: Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Depressionen, unregelmäßiger Zyklus mit oft über-starken Blutungen und Symptomen, die denen von PMS ähneln. Anstelle einer Hormon-Ersatztherapie mit vielen Risiken empfehlen sich zur Unterstützung natürliche Mittel wie der Mönchspfeffer. Eine 2007 in Israel durchgeführte klinische Studie ist nur einer von vielen Belegen dafür, dass Mönchspfeffer in entsprechender Dosierung Frauen hilft, diese Übergangszeit unbeschwerter und müheloser zu überstehen.

Fruchtbarkeits-Störungen, PCO und Akne

Ohne einen regelmäßigen und exakt ablaufenden Zyklus haben viele Frauen mit Kinderwunsch Schwierigkeiten, schwanger zu werden. Massive Zyklusstörungen liegen vor, wenn Frauen unter dem Polyzystischen Ovarialsyndrom leiden, kurz PCO genannt. Verbunden mit einer Dominanz männlicher Geschlechtshormone, einem Östrogen- oder Progesteronmangel treten häufig starke Akne, depressive Verstimmungen, Haarausfall und ähnliche Beschwerden auf.

Selbst in schwierigen Fällen hilft Mönchspfeffer dann häufig,

Eine Auswertung von 33 vorliegenden Studien zu pflanzlichen Heilmitteln aus dem Jahr 2014, durchgeführt und publiziert in Australien, dokumentiert, wie Mönchspfeffer bei PCO und anderen Störungen des weiblichen Zyklus effektive Hilfe bringen kann.

Schwanger werden mit Mönchspfeffer

Schon 2006 erforschten Mitarbeiter der medizinischen Fakultät der Stanford-Universität, CA, USA, die Auswirkungen von Agnus castus auf die Fertilität der Frau. Das Ergebnis der Studie zeigte, dass sich unregelmäßige Zyklen harmonisierten und eine ganze Reihe der Test-Frauen während der Behandlung schwanger wurden. Zuvor hatte sich der Kinderwunsch aufgrund des verschobenen Hormonhaushalts oder beispielsweise einer Gelbkörperschwäche nicht erfüllen lassen. Nennenswerte Nebenwirkungen waren während der Behandlung nicht zu verzeichnen.

Eine Untersuchung zur Anwendung von Mönchspfeffer bei Gelbkörperschwäche belegt ebenfalls, dass der Extrakt eine Alternative zur Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit bietet.

Darüber, ob Agnus Castus sich nachteilig während einer Schwangerschaft oder während des Stillens auswirkt, liegen kaum Daten vor, wie eine Untersuchung kanadischer Forscher aus dem Jahr 2008 ergab. Auffälligkeiten im negativen Sinne scheint es nicht zu geben. Viele erfahrene Mediziner raten sogar dazu, bis in die 12. Schwangerschaftswoche hinein das Präparat weiter einzunehmen, um das Einnisten der Eizelle und die Anfangsentwicklung des Fötus stabil zu halten. Danach aber sollte Mönchspfeffer abgesetzt werden.

Mönchspfeffer – Hilfe für Pferde mit schwerer Stoffwechselerkrankung

Pferdekenner haben den Mönchspfeffer schon immer in der Stallapotheke: Dauerrosse bei Stuten beispielsweise, eine beständige „Paarungsbereitschaft“, wobei die Stute jedoch praktisch unfruchtbar ist, sich aber häufig sogar aggressiv verhält, ist eine Situation, in der Mönchspfeffer sehr erfolgreich angewendet werden kann. Hyperaggressive Hengste oder Wallache werden ebenfalls mit Mönchspfeffer behandelt, der ausgleichend auf die Psyche wirkt, weil er den Hormonhaushalt reguliert.

In neuerer Zeit kam Mönchspfeffer zur Behandlung des Equine Cushing Syndroms ins Gespräch, einer Erkrankung, die von einer Fehlfunktion der Hirnanhangdrüse ausgelöst wird. In Großbritannien (2004) und Deutschland (2012) beispielsweise erprobten Tiermediziner die Wirkung von Agnus Castus in diesen Fällen und kamen zu überzeugenden Ergebnissen, auch im Vergleich mit den bislang gängigen Medikamenten. Dabei wurden Mönchspfeffersamen über die tägliche Futterration verabreicht.


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