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Atemschutzmasken: Welche Variante bietet welchen Schutz?

Atemschutzmaske
Was Sie in diesem Artikel u. a. nachlesen können:

Ein guter Atemschutz ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Sah man die Masken vor ein paar Jahren nur in überfüllten und stark luftverschmutzten chinesischen Metropolen, dominieren sie heute aufgrund der Corona-Pandemie das öffentliche Bild. Wir klären in diesem Artikel, welcher Typ Maske wirklich den besten Schutz bietet.

Die Notwendigkeit einer Atemschutzmaske

COVID-19 wird in erster Linie über Partikel in der Atemluft übertragen, und es ist bekannt, dass die Krankheit auch von präsymptomatischen und asymptomatischen Personen übertragen werden kann.

Um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, sind zwei Dinge erforderlich: die Begrenzung der Kontakte mit infizierten Personen durch räumliche Distanz sowie die Verringerung der Übertragungswahrscheinlichkeit pro Kontakt.

Die überwiegende Zahl der Belege deutet darauf hin, dass das Tragen von Masken die Übertragungswahrscheinlichkeit pro Kontakt reduziert, indem die Übertragung von infizierten Atemwegspartikeln sowohl im Labor als auch im klinischen Kontext verringert wird.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Verwendung von Masken durch die Bevölkerung zur Verhinderung der COVID-19-Übertragung haben rasche Fortschritte gemacht. Mittlerweile ist das Thema gut erforscht und die Wirksamkeit unbestritten. Es bieten jedoch nicht alle Masken-Varianten den gleichen Schutz.

Die 5 bekanntesten Varianten

Die 5 bekanntesten Varianten sind einfache Stoffmasken, chirurgische Masken, FFP1-Masken, FFP2-Masken und FFP3-Masken. Nicht alle sind für die aktuelle Pandemie geeignet. Lediglich die FFP2- und FFP3-Masken bieten einen guten Schutz. Eine gute Übersicht der heute verfügbaren Masken ist unter mundschutzhandel.de zu finden.

1. Einfache Stoffmasken

Am Anfang der Pandemie galt in Deutschland aufgrund fehlender Studien die Vorschrift, dass in den meisten öffentlichen Bereichen mindestens eine einfache Stoffmaske getragen werden muss. Es ist ein einfaches Stück Stoff, das Mund und Nase bedeckt. Wenn man ausatmet, hemmt dies den Luftstrom und verkürzt damit den Weg, den die Keime zurücklegen. Dadurch wird die Ansteckungsgefahr für andere Menschen bereits erheblich verringert.

Der Zweck solcher Masken besteht nicht darin, die Menschen, die sie tragen, vor Infektionen zu schützen: Sie schützen (mehr oder weniger) alle anderen Menschen vor den Keimen des Trägers. Da die Übertragung häufig von asymptomatischen Personen ausgeht, ist jeder ein potenzieller Virusträger. Der Sinn hinter der Maskenpflicht lautet also: Wenn sich alle daranhalten, ist das Infektionsrisiko in der Gesellschaft insgesamt geringer. Schutzfaktor: Gering.

2. Chirurgische Masken

Einen etwas besseren Schutz als die einfachen Stoffmasken bieten chirurgische Masken, die das professionelle Pendant zur Stoffmaske sind. Sie bestehen aus dünnem Einweggewebe und Vlies und werden von Ärzten vor allem dazu verwendet, Patienten auf dem Operationstisch vor einer Ansteckung mit Keimen und Krankheitserregern zu schützen. Hustet oder niest der Träger der chirurgischen Maske, bleiben die meisten Tröpfchen in der Maske hängen.

Das funktioniert nur, wenn die Maske regelmäßig gewechselt und hygienisch einwandfrei entsorgt wird. In der Chirurgie müssen Ärzte die Maske mindestens alle zwei Stunden wechseln. Wenn eine solche Maske wiederholt getragen wird, verliert sie schnell ihre Wirksamkeit. Schutzfaktor: Gering.

3. FFP1-Masken

Auch wenn FFP1-Masken zwar immer noch besser als chirurgische Masken sind, bieten sie nicht den gewünschten Schutz vor Viren. Sie sind z. B. für Tischler gedacht, die an Bandsägen mit Absauganlagen arbeiten. Bauarbeiter können sie tragen, um den gröberen Staub aufzufangen, den Staubsauger nicht auffangen können. Maurer können sie anziehen, bevor sie Zement mit Kellen mischen, wobei sie etwas Staub aufwirbeln. Schutzfaktor: Gering.

4. FFP2-Masken

FFP2-Masken (weitere internationale Bezeichnungen: N95, KN95 und P2) sind zum Standard bei der effektiven Bekämpfung der Corona-Pandemie geworden. Sie werden heutzutage (2021) in Deutschland bspw. in öffentlichen, privaten und behördlichen Einrichtungen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Supermärkten, privaten Kreisen und Alten- und Pflegeheimen eingesetzt. Sie bieten dem Träger einen gewissen Schutz vor Viren, sollten aber nicht bei Kontakt mit hochinfektiösen Patienten verwendet werden. Schutzfaktor: Gut

5. FFP3-Masken

Lediglich FFP3-Masken (weitere internationale Bezeichnungen N99, EN149 und P3) können den Träger effektiv vor dem Corona-Virus schützen und sind daher klar zu empfehlen. Eine Studie des Cambridge University Hospitals NHS Foundation Trust hat ergeben, dass das Tragen von FFP3-Masken das Risiko einer Ansteckung mit COVID-19 bei Beschäftigten im Gesundheitswesen erheblich verringern kann. Die Studie ergab, dass FFP3-Masken einen fast hundertprozentigen Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus boten. Schutzfaktor: Sehr Gut.

Warum man außerdem eine Maske tragen sollte

Die Corona-Pandemie ist nicht der einzige Grund, warum ein Atemschutz getragen werden sollte. Erinnern wir uns an die Bilder aus China vor der Pandemie: Die vielen Autos mit Verbrennungsmotor können die Luftqualität in Städten enorm belasten. Eine Harvard-Studie ergab, dass im Jahr 2018 über 8 Millionen Menschen an den Folgen der Verschmutzung durch fossile Brennstoffe gestorben sind. Das ist eine beachtliche Zahl, die einem dazu bewegen sollte, in Gegenden mit viel befahrenen Straßen einen Atemschutz zu tragen.

Es gibt aber auch viele Krankheiten (die sowohl auf Viren als auch Bakterien zurückzuführen sind), die durch Niesen oder Husten übertragen werden. Dazu zählen bspw. grippale Infekte, Scharlach, Meningokokken-Infektionen, Keuchhusten, Diphtherie, Masern, Mumps, Röteln, und Windpocken. Ein weiterer Grund also, warum ein Atemschutz getragen werden sollte, wenn man Kontakt mit großen Menschenmengen hat.